Die Stadt Langen kann eine weit zurückreichende Tradition von Märkten aufweisen. Bereits im Jahr 1812 (71 Jahre vor der Verleihung der Stadtrechte) erhielten die damaligen Stadtväter von Großherzog Ludwig I die Erlaubnis, jährlich zwei Märkte abzuhalten. Im Frühjahr und im Herbst gingen Krämer und Viehhändler auf dem Kirch- und auf dem Lutherplatz ihren Geschäften nach. Leider ging diese Tradition nach dem zweiten Weltkrieg verloren. In den 70er Jahren beschloss die Stadtverordnetenversammlung eine Wiederbelebung der Markttradition, um „neben der weiteren Verbesserung der Versorgung von Bürgerschaft mit Landprodukten und Gütern des täglichen Bedarfs eine Bereicherung des städtischen Lebens zu erreichen und die Mittelpunktfunktion unserer Stadt zu unterstreichen“.
Seitdem findet der 1975 gegründete Wochenmarkt zwei Mal die Woche jeweils Dienstag und Freitag von 08:00 bis 13:00 Uhr auf dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Platz statt. Die Fläche des Wochenmarktes beträgt 1.750 qm.
Der Wochenmarkt ist mittlerweile zu einem der wichtigsten Mittelpunkte des sozialen Lebens in Langen und Umgebung geworden. Jung und Alt treffen sich um mit dem ein oder anderen ein Schwätzchen bei einer Tasse Kaffee oder einem gegrillten Hähnchen zu halten.
Seit Jahren organisieren die Händlerinnen und Händler auf dem Wochenmarkt verschiedene Aktionen. Die unterschiedlichen Aktionen – passend zu den Jahreszeiten – reichen vom Erntedankfest bis hin zum Nikolausfest, dessen Erlöse an die Kinderkrebshilfe in Frankfurt e. V. gehen. Auch die Langener Tafel profitiert vom Langener Wochenmarkt, indem sie von den Marktbeschickerinnen und Marktbeschickern mit Naturalien unterstützt wird.